Bildungsmodul
Lernen lernen – Lachen, Bewegen, Verstehen
Ein kurzer, prägnanter Einleitungstext, der das Ziel dieses Kurses zusammenfasst und das Interesse der Teilnehmer weckt.
Modul-Fakten auf einen Blick
- Zielgruppe: Grundschulen, Sekundarstufe I (Klasse 3–8), Ferienprogramme; adaptierbar auch für Kitas und ältere Gruppen
- Dauer: ca. 45–90 Minuten, je nach Altersgruppe und Vertiefung
- Aufwand: Leicht – keine Materialien nötig, nur Tafel, Stift und Bewegungsfreude
- Methodik: Interaktiv, partizipativ, spielerisch, körperorientiert
- Voraussetzungen: Keine – das Modul startet dort, wo die Kinder gerade stehen
- Material: Tafel oder Flipchart, Stifte, ausreichend Platz für Bewegungsübungen
- Kern-Skill: Selbstkenntnis, Lernkompetenz, Motivation, Selbstwirksamkeit
- BNE-Relevanz: SDG 4 (Hochwertige Bildung), SDG 3 (Gesundheit und Wohlbefinden – Stressreduktion, Selbstannahme)
Worum geht es in diesem Modul?
Das Gehirn ist das wichtigste Werkzeug, das wir haben – und die wenigsten wissen, wie es wirklich funktioniert. In diesem Modul entdecken Kinder, wie sie leichter, schneller und mit mehr Spaß lernen können – und gehen mit konkreten Techniken nach Hause, die sie sofort anwenden können.
Lerninhalte & Methoden
Grundlagen schaffen
Kinder lernen täglich – in der Schule, zu Hause, beim Sport, beim Spielen. Aber kaum jemand erklärt ihnen, wie Lernen eigentlich funktioniert. Welche Rolle spielt das Gehirn dabei? Was brauche ich wirklich, um mir etwas zu merken? Und warum kann ich manche Sachen spielend lernen, während mich andere nicht interessieren?
Genau diesen Fragen widmet sich dieses Modul. Die Kinder lernen ihr Gehirn kennen – die linke und die rechte Hälfte, ihre Stärken und ihre Zusammenarbeit. Sie erfahren, welche Zutaten gutes Lernen braucht: Wissen, Beziehung, Spaß, Konzentration und vor allem echte Motivation. Und sie erleben am eigenen Körper, dass einfache Techniken das Lernen dramatisch erleichtern können – schneller, bunter, einprägsamer als alles, was sie bisher aus der Schule kennen.
Das Modul ist kein Unterricht über Lernen. Es ist Lernen über Lernen – direkt, lebendig und mit garantiertem Aha-Moment.
01. Das Gehirn kennenlernen
Gemeinsam zeichnen wir ein Gehirn an die Tafel – und fragen in die Runde: Was kennt ihr schon? Was denkt ihr, wofür ist das linke Gehirn zuständig, was macht die rechte Seite?
Die Kinder entdecken: Die linke Gehirnhälfte denkt logisch, strukturiert, analytisch – sie liebt Zahlen, Grammatik, Regeln. Die rechte Gehirnhälfte denkt in Bildern, Geschichten, Emotionen und Kreativität – sie liebt Musik, Zeichnen, Fantasie. Mit interaktiven Fragen – „Was kannst du besonders gut? Was fällt dir schwer?“ – erkennen die Kinder ihre eigenen Stärken und können sich besser annehmen, so wie sie sind.
Aus dieser Erkenntnis folgt die entscheidende Frage: Was passiert eigentlich, wenn wir nur die eine Seite benutzen – und die andere schläft? Und was wäre möglich, wenn beide Seiten zusammenarbeiten?
02. Was braucht gutes Lernen?
Bevor wir über Techniken sprechen, schauen wir gemeinsam auf die Grundzutaten. Was brauche ich eigentlich, um wirklich lernen zu können? Fünf Dinge kommen dabei auf die Tafel:
- Wissen – ich brauche eine Grundlage, an die ich Neues anknüpfen kann
- Beziehung – ich lerne leichter von Menschen, die ich mag und denen ich vertraue
- Spaß – was Freude macht, bleibt besser hängen
- Konzentration – mein Gehirn braucht Fokus, um Neues wirklich aufzunehmen
- Motivation – und am stärksten wirkt die, die von innen kommt
Hier machen wir einen kurzen Abstecher zu den Motivationstypen: Was ist der Unterschied zwischen Lernen für eine Belohnung – und Lernen, weil ich es selbst will? Die Kinder vergleichen Dinge, die sie begeistern (ein Hobby, ein Sport, ein Spiel), mit Dingen, die sie aus der Schule kennen. Der Unterschied ist schnell klar – und öffnet ein ehrliches, respektvolles Gespräch darüber, wie Lernen sein könnte.
03. Lerntechniken erleben
Jetzt wird es praktisch. An der Tafel stehen sieben Zahlen. Die Kinder haben 30 Sekunden, um sie sich zu merken. Fast alle nutzen Wiederholung – und fast alle vergessen mindestens drei.
Dann kommt die Frage: Welche Gehirnhälfte habt ihr gerade benutzt? Nur die linke – Wiederholung ist logisch, strukturiert, linear. Die rechte Seite schläft. Was passiert, wenn wir die Zahlen in Bilder verwandeln und aus den Bildern eine lustige, verrückte Geschichte machen? Probieren – staunen – lachen. Plötzlich merken sich die Kinder alle sieben Zahlen.
Dieser Moment ist der Kern des Moduls. Er zeigt: Lernen ist kein Talent. Es ist eine Technik. Und die kann man lernen. Darüber hinaus gibt es kurze Einblicke in weitere Methoden:
- Namen merken – mit Bildassoziationen
- Formeln merken – mit Geschichten und Bewegung
- Bundesländer, Vokabeln, Fakten – mit mentalen Landkarten und Verknüpfungen
- Speedreading – kurze Einführung, wie das Gehirn Texte schneller verarbeiten kann
04. Gehirnhälften synchronisieren
Den Abschluss bildet eine Körperübung, die sofort spürbar wirkt. Mit einfachen Überkreuz-Bewegungen – linke Hand zum rechten Knie, rechte Hand zum linken Knie – werden beide Gehirnhälften gleichzeitig aktiviert und beginnen, besser miteinander zu kommunizieren.
Die Übungen sind einfach genug für Erstklässler – und sorgen bei Älteren und Erwachsenen für genauso viel Spaß und Staunen. Die liegende Acht, das Fingerspiel, das simultane Zeichnen – eine kurze Auswahl reicht, um ein spürbares Ergebnis zu erzeugen: mehr Klarheit, mehr Fokus, mehr Energie im Kopf.
Die Kinder gehen mit der Erfahrung nach Hause: Ich kann etwas dafür tun, wie gut ich lerne. Mein Gehirn ist kein festes Schicksal – es ist ein Muskel, den ich trainieren kann.
MATERIAL ZUM MODUL
- Tafel oder Flipchart (Zahlen, Gehirnskizze, Zutatenliste)
- Kurzinfo-Karte: Die 5 Zutaten für gutes Lernen (zum Mitnehmen)
- Kurzkarte: Deine Lerntechnik – so merkst du dir Zahlen, Namen und Fakten
- Tipp-Karte: 3 Körperübungen für zu Hause, um die Gehirnhälften zu synchronisieren
- Hinweis auf Weiterlernen: WissenSchafft Freiheit – Ricardo Leppe (wissenschafftfreiheit.com)
VORAUSSETZUNGEN
- Ausreichend Platz für Bewegungsübungen (kein Mobiliar nötig, Schulhof oder Turnhalle ideal)
- Tafel, Whiteboard oder Flipchart für gemeinsames Zeichnen
- Keine Vorkenntnisse nötig – das Modul startet immer beim Wissensstand der Gruppe
- Betreuung durch eine erfahrene, moderationsstarke Fachkraft empfohlen
- Zeitpuffer einplanen: Die Runden zu Stärken und Motivation brauchen manchmal mehr Zeit als gedacht – das ist gut so
Material zum Modul
Laden Sie sich hier alle relevanten Dokumente, Checklisten und Präsentationen für dieses Modul herunter.
Ihr Ansprechpartner

Benjamin Palmowski
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