Praxis-Modul

Seifen-Knet-Spaß – Naturkosmetik selbst gemacht

In diesem Modul stellen Kinder ihre eigene Naturseife her – mit echten Zutaten, eigenen Händen und einem ganz persönlichen Duft. Dabei lernen sie nebenbei, was wirklich in herkömmlichen Kosmetikprodukten steckt – und warum das einen Unterschied macht.

Modul-Fakten auf einen Blick

  • Zielgruppe: Kitas, Grundschulen, Sekundarstufe I (Klasse 1–8), Ferienprogramme, Kulturveranstaltungen
  • Dauer: ca. 30–60 Minuten pro Gruppe, je nach Altersgruppe und Vertiefung
  • Aufwand: Leicht bis mittel
  • Methodik: Handwerklich-kreativ, sensorisch, alltagsnah, konsumkritisch
  • Voraussetzungen: Keine besonderen Vorkenntnisse nötig
  • Material: Speisestärke, SCI-Pulver, Sheabutter, Sonnenblumenöl, ätherische Öle, Seifenformen
  • Kern-Skill: Konsumbewusstsein, Körperpflege ohne Mikroplastik, Naturkosmetik verstehen
  • BNE-Relevanz: SDG 3 (Gesundheit), SDG 12 (Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster), SDG 14 (Leben unter Wasser)

Worum geht es in diesem Modul?

Beim Seifen-Knet-Spaß werden Kinder zu kleinen Seifenmacher:innen: Sie mischen Speisestärke, SCI-Pulver, Sheabutter und Sonnenblumenöl zu einer geschmeidigen Masse – geknetet wie Brotteig – formen daraus kleine Kugeln und pressen sie in Seifenformen. Kurz vor dem Einpressen kommt noch das Besondere dazu: Jedes Kind wählt sein eigenes ätherisches Öl und gibt es direkt auf seine Kugel. So entsteht ein wirklich individuelles Produkt, das kein anderes Kind in der Gruppe genau so hat.

Das Modul ist mehr als ein Bastelnachmittag. Es öffnet die Augen dafür, dass alltägliche Kosmetikprodukte oft Inhaltsstoffe enthalten, die weder gut für den Körper noch für die Umwelt sind – allen voran Mikroplastik in Peelings, Spülungen und Cremes. Die selbst hergestellte Seife wird dadurch zum handfesten Argument für bewussteren Konsum.

Für Franchise-Partner ist dieses Modul besonders attraktiv, weil es sensorisch und emotional anspricht, sofort ein sichtbares und duftendes Ergebnis liefert und gleichzeitig tiefe Bildungsmomente schafft. Die mitgenommene Seife erinnert auch zu Hause noch an das Erlebte.

Studenten lernen zusammen

Lerninhalte & Methoden

Präsentation Workshop

01. GRUNDLAGEN SCHAFFEN

Bevor die Hände in die Masse greifen, schauen wir gemeinsam auf das, was in handelsüblichen Kosmetikprodukten oft steckt: Mikroplastik. In Peelings, Duschgels, Spülungen und Cremes werden winzige Kunststoffpartikel eingesetzt – als Füllstoff, Trägermaterial oder für die Textur. Diese Partikel sind so klein, dass sie weder im Körper noch in der Kläranlage vollständig herausgefiltert werden und am Ende in Gewässern und Organismen landen.

Genau hier kommt die Tox-Fox-App ins Spiel: Mit ihr können Kinder und Jugendliche den Barcode von Kosmetikprodukten scannen und sofort sehen, ob bedenkliche oder giftige Stoffe enthalten sind. Das gibt ihnen ein konkretes Werkzeug an die Hand, mit dem sie auch zu Hause kritisch einkaufen können – spielerisch, schnell und ohne Chemiewissen.

Außerdem schauen wir gemeinsam auf die Verpackung: Welche Farben, Formen und Siegel nutzen Hersteller, um Produkte attraktiv wirken zu lassen? Und woran erkennt man echte Naturkosmetik? Das Naturkosmetik-Siegel zeigt verlässlich an, dass ein Produkt ohne Mikroplastik und ohne bedenkliche Zusatzstoffe hergestellt wurde – ein Zeichen, das sich lohnt zu kennen.

02. HANDWERK & HERSTELLUNG

Jetzt wird geknetet. Die Kinder mischen die Zutaten – Speisestärke, SCI-Pulver, Sheabutter und Sonnenblumenöl – zu einer gleichmäßigen Masse, die in der Konsistenz an Brotteig erinnert. Das Kneten selbst ist schon ein sensorisches Erlebnis: Die Masse verändert sich spürbar unter den Händen, wird weicher, verbindet sich – und riecht schon nach Naturkosmetik.

Aus der fertigen Masse formen die Kinder kleine Kugeln. Kurz bevor jede Kugel in die Form gepresst wird, wählt jedes Kind sein ganz persönliches ätherisches Öl – Lavendel, Minze, Orange, Rose – und gibt einige Tropfen direkt auf die Kugel. So ist der Duft individuell, nicht in der Grundmasse gelöst, und jede Seife ist ein echtes Unikat.

  • Sensorisch und motorisch ansprechend für alle Altersgruppen
  • Einfache Zutaten mit klaren, erklärbaren Eigenschaften
  • Ergebnis ist sofort nutzbar und riecht wunderbar
  • Kein Mikroplastik, keine synthetischen Zusätze, keine unnötige Verpackung

Laboranalyse
Team Kollaboration

03. REFLEXION & TRANSFER

Am Ende der Werkstatt halten die Kinder ihre selbst gemachte Seife in der Hand – und können sie direkt mitnehmen. In der Abschlussrunde fragen wir: Was steckt in eurer Seife? Was steckt in der Seife aus dem Supermarkt? Was würdet ihr eurer Familie zu Hause erzählen?

Dieser Transfer ist der eigentliche Bildungsmoment: Die Kinder haben nicht nur eine Seife gemacht, sondern verstanden, dass sie bei jedem Einkauf eine Entscheidung treffen können. Sie kennen die Tox-Fox-App, sie kennen das Naturkosmetik-Siegel, und sie wissen, dass Mikroplastik kein unvermeidliches Schicksal ist, sondern eine Frage bewusster Wahl.

Die selbst gemachte Seife wird so zum Gesprächsanlass in der Familie und zu einem kleinen, duftenden Symbol dafür, dass nachhaltiger Konsum möglich – und gar nicht kompliziert – ist.

MATERIAL ZUM MODUL

  • Rezeptkarte zum Mitnehmen (PDF) mit den verwendeten Zutaten
  • Arbeitsblatt: Mikroplastik in Kosmetik – was steckt da drin?
  • Hinweiskarte zur Tox-Fox-App mit QR-Code
  • Übersicht: So erkenne ich echte Naturkosmetik und das Naturkosmetik-Siegel
  • Moderationsimpulse und Gesprächsfragen für verschiedene Altersgruppen

VORAUSSETZUNGEN

  • Arbeitstische mit Unterlagen und ausreichend Bewegungsfreiheit
  • Zutaten in ausreichender Menge vorbereitet (Speisestärke, SCI-Pulver, Sheabutter, Sonnenblumenöl)
  • Auswahl an ätherischen Ölen für individuelle Düfte
  • Seifenformen (Silikon oder Kunststoff) pro Kind mindestens eine
  • Betreuung durch eine eingewiesene Person
  • Hinweis: SCI-Pulver sollte nicht eingeatmet werden – kurze Sicherheitseinweisung empfohlen

Material zum Modul

Laden Sie sich hier alle relevanten Dokumente, Checklisten und Präsentationen für dieses Modul herunter.

Ihr Ansprechpartner

Benjamin Palmowski

Support Bildungsmodule

Bei Fragen zur praktischen Umsetzung, zur Einbindung in ein Franchise-Modell oder zur Anpassung an Ihre Zielgruppen unterstützen wir gerne bei der inhaltlichen und organisatorischen Planung.